Enddrücke im UHV verbessern

Edelstahl enthält durch seine Herstellung erhebliche Mengen an Wasserstoff. Das Glühen im Vakuum oberhalb von 900 °C – das sogenannte Wasserstoffarmglühen oder Vacuum-Firing – treibt das Gas aus der Gitterstruktur und verbessert so das Ausgasverhalten des Werkstoffs erheblich. Im Einsatz lassen behandelte Werkstoffen deutlich höhere Enddrücke im Vakuum zu, weshalb das wasserstoffarm Glühen bevorzugt bei Bauteilen angewendet wird, die für den XHV- und UHV-Einsatz bestimmt sind. Als angenehmer Nebeneffekt entfernt die Wärmebehandlung eventuell vorhandene Anlauffarben und Verunreinigungen von der Oberfläche des Bauteils.

Wir bieten folgende Leistungen beim Wasserstoffarmglühen:

  • Verbesserung der UHV-Eigenschaften
    (->Edelstahl mit niedrigem C-Gehalt)
  • Kontrollierter, etablierter Prozess zum Wasserstoffarm-Glühen
  • Beratung zu Prozesstemperatur und -zeit
  • Saubere, vakuumgerechte Behandlung der Bauteile vor und nach dem Glühen
  • Protokoll der Ofencharge (optional)
  • Ausgasratenmessungen vor/nach dem Wasserstoffarmglühen (optional)

Erforderliche Materialqualität:

Alle Edelstahlqualitäten mit niedrigem Kohlenstoffgehalt (≤0,03%), die frei von Elementen sind, die ausdampfen können (z.B. Titan) und eine hinreichende Festigkeit bei der Glühtemperatur besitzen, können einer Wasserstoffarmglüh-Behandlung unterzogen werden. Eine weitere Nachbehandlung der geglühten Oberflächen ist anschließend meist nicht mehr erforderlich. Die Bauteiloberflächen sind von Anlauffarben befreit.

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